Pressemitteilung vom 22.11.2022

Pressemitteilung des Zweckverbandes Lausitzer Seenland Sachsen vom 22.11.2022

Im Auftrag des Verbandsvorsitzenden, Udo Witschas

Sanierungshorizonte der LMBV  im sächsischen Teil des Lausitzer Seenlandes sind zu überdenken!

In der Verbandsversammlung des Zweckverbandes Lausitzer Seenland Sachsen (ZVLSS) am 22.11.2022 berichtete die LMBV mbH im Kreis der Verbandsräte zu ihren Planungen bzgl. der Sanierungshorizonte im Sächsischen Teil des Lausitzer Seenlandes. Dabei wurde u.a. deutlich, dass der  Neuwieser See, der Blunoer Südsee und der Sabrodter See voraussichtlich erst in den 2030er Jahren touristisch nachgenutzt werden können. Im Bereich des Spreetaler Sees wird es voraussichtlich erst Ende der 2030er Jahre überhaupt losgehen mit der Sanierungstätigkeit. Die LMBV führte diesbezüglich neben finanziellen Erfordernissen u.a. auch Kapazitätsgründe und auch personelle Engpässe u.a. bei Gutachtern und Planungsbüros ins Feld. Die sächsische Seite des Lausitzer Seenlandes würde damit erheblich in Ihrer Entwicklung zurückgeworfen.
Herr Udo Witschas, Verbandsvorsitzender des ZVLSS und Landrat des Landkreises Bautzen meint dazu: „Die Ausführungen der LMBV mbH haben wir zur Kenntnis genommen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass wir die erläuterte Herangehensweise so akzeptieren und tolerieren werden.“
Dies würde in weiten Teilen des Zweckverbandsgebietes Stillstand mit sich bringen. Zudem besteht dadurch im Vergleich mit den Seen in Brandenburg die Gefahr, dass der sächsische Teil des Lausitzer Seenlandes erheblich von der touristischen Entwicklung abgekoppelt wird. Gemeinsam mit den Bürgermeistern des ZVLSS möchte er sich daher kurzfristig hinsichtlich einer Strategie abstimmen, wie genau dies wirksam verhindert werden kann. Zunächst soll primär ausgelotet werden, wie der Bund als Gesellschafter der LMBV mbH dazu bewegt werden kann, die Entwicklung im sächsischen Teil des Lausitzer Seenlandes mit gleicher Energie voranzutreiben, wie in Brandenburg. Darüber hinaus sieht Herr Witschas auch den Freistaat Sachsen in der Pflicht, endlich die seitens der Region erbetene Erhöhung der §4-Mittel zu prüfen und möglichst kurzfristig zu bestätigen. Auch muss dieses Förderinstrument entgegen der bisherigen Absicht des Freistaates Sachsen vor dem Hintergrund der eklatanten Verschiebung der Sanierungszeiträume dauerhaft und damit über das aktuelle Verwaltungsabkommen hinaus, also nach 2027, bestehen bleiben. Der Sächsischen Staatskanzlei liegen diesbezüglich seit Anfang Juni 2022 entsprechende Vorschläge der Akteure aus den Landkreisen Bautzen und Görlitz vor. Ein diesbezüglich avisierter Termin beim sächsischen Ministerpräsidenten konnte bis dato noch nicht stattfinden.
„Die Verbandsmitglieder des ZVLSS werden sich weiterhin vereint für die Fortsetzung der positiven Entwicklung im Verbandsgebiet einsetzen. Dazu zählt auch, dass man über das heute Gehörte nochmals mit den zuständigen Stellen sprechen und mit diesen zwingend bessere Lösungen erreichen muss.“, so Udo Witschas.

Regionalkonferenz 2022 – Aktive Regionalentwicklung

15. Regionalkonferenz Lausitzer Seenland in der Energiefabrik Knappenrode

Die alljährliche Regionalkonferenz hat sich als die zentrale Veranstaltung zur Information und Vernetzung der Akteure im Lausitzer Seenland und wichtige länderübergreifende Informationsquelle für Behörden und parlamentarische Vertreter etabliert. Am 9. November 2022 war turnusmäßig der Zweckverband Lausitzer Seenland Sachsen Gastgeber für etwa 70 Teilnehmer im historischen Ambiente der Energiefabrik Knappenrode.

Am Vormittag berichteten die beiden im Lausitzer Seenland aktiven Zweckverbände aus Brandenburg und Sachsen, die LMBV mbH sowie der länderübergreifende Tourismusverband Lausitzer Seenland e.V. über die jeweiligen laufenden Aktivitäten. Zahlreiche wichtige Projekte konnten im zurückliegenden Jahr abgeschlossen werden– so ging z.B. der Wasserwanderwanderrastplatz am Geierswalder See in Betrieb und die wassertouristische Basisinfrastruktur in der Sedlitzer Bucht wurde im Hinblick auf die avisierte Nutzbarkeit des Sedlitzer Sees umfänglich ertüchtigt. Im Vergleich zum gesamtdeutschen Tourismus ist die Destination Lausitzer Seenland gut durch die schwierigen Jahre 2020 und 2021 gekommen. Ein Strategiewechsel hat bei den Sanierungszielen der LMBV stattgefunden, die sich nun darauf konzentriert, den Kernbereich Sedlitzer See, Partwitzer See und Geierswalder See vorrangig zu sanieren und in die touristische Nutzung zu überführen.

Der Nachmittag war der Förderinitiative „Region gestalten - Aktive Regionalentwicklung“ gewidmet, in deren Rahmen bis Mitte 2024 neue Ansätze der regionalen Entwicklung in der Praxis erprobt und wissenschaftlich begleitet werden. Das Gebiet des Zweckverbandes Lausitzer Seenland Sachsen ist dabei eine von nur 16 Modellregionen deutschlandweit. Das Hauptthema ist die grenzübergreifende Zusammenarbeit, die durch ein strategisches Regionales Entwicklungskonzept und eine Studie zur Reduzierung der Planungsrisiken an und auf den Seen wissenschaftlich fundierte Leitlinie erhalten soll.

Als Fazit bleibt festzuhalten, dass im Seenland viel erreicht wurde, aber in einem von erheblicher Unsicherheit geprägten Umfeld weiterhin große Anstrengungen erforderlich sind, um die Transformation getreu dem Motto „Vom Bergmann zum Seemann“ zu erreichen. Mit dem entsprechenden externen Know-how und einer intensiven Zusammenarbeit über die Ländergrenze hinweg sind die Akteure in der Region aber gut aufgestellt, dieser Aufgabe gerecht zu werden. Das haben sie bereits in den letzten Jahren unter Beweis gestellt. Hierfür sind jedoch weiterhin auskömmliche Fördermittel für die Umsetzung der anstehenden Projekte erforderlich. Insbesondere der Paragraf 4 aus dem Verwaltungsabkommen zwischen dem Bund und den Ländern spielt hierbei eine entscheidende Rolle.

Unterstützt wurde die 15. Regionalkonferenz wieder durch die Ostsächsische Sparkasse Dresden, die damit u.a. für die kulinarische Versorgung der Gäste sorgte.


 

Werkstattgespräche zum Regionalen Entwicklungskonzept

Das zentrale Teilprojekt der Förderinitiative „Region gestalten – Aktive Regionalentwicklung“ ist die Erarbeitung des strategischen Regionalen Entwicklungskonzepts (sREK). Als strategisch wird es deswegen bezeichnet, weil es sich auf die wesentlichen Themen konzentrieren soll, die für das Lausitzer Seenland als Ganzes von Bedeutung sind.

Die Fortschreibung und Neuausrichtung wurden notwendig, da das vorliegende REK aus dem Jahr 2015 stammt. In dieser Zeit haben sich Rahmenbedingungen teilweise erheblich verändert. Beispielsweise sind die Zeithorizonte, in denen bestimmte Seen saniert und touristisch nutzbar sein sollen, nicht zuletzt aufgrund der trockenen Sommer teilweise nicht mehr realistisch.

Seit Juli 2022 ist das Planungsbüro Project M, das schon mehrere ähnliche Projekte im brandenburgischen, wie im sächsischen Teil des Lausitzer Seenlands bearbeitet hat, mit der Durchführung beauftragt. Der erste Schritt dabei ist die Bestandsaufnahme. In sogenannten Werkstattgesprächen hatten Bürgermeister und Entscheidungsträger in der Region Gelegenheit, die eigenen Planungen darzustellen, besondere Herausforderungen zu benennen und Ideen einzubringen.

Im Rahmen eines Workshops sollen die Ergebnisse Ende September zusammengefasst und die relevanten Themen für das Gesamtkonzept gemeinsam abgeleitet werden. In den weiteren Projektphasen gilt es, konkrete Schlüsselprojekte einschließlich der Finanzierung auszuarbeiten. Die Fertigstellung des strategischen Entwicklungskonzepts ist für Mitte 2023 geplant.

Ortstermin am 17.08.2022 beim neu gewählten Bürgermeister von Boxberg/O.L., Hendryk Balko (Mitte), im Bild links: Matthias Wedepohl, Senior Consultant Project M, im Bild rechts: Roman Krautz, Amtsleiter „Landschaftspark Bärwalder See“ und Wirtschaftsförderer

Tag der offenen Baustelle am Knappensee

Gemeinsam mit der LMBV mbH hatte die Gemeinde Lohsa am Samstag, den 09.07.2022, zum Tag der offenen Baustelle am Knappensee eingeladen. Ziel dieser gut besuchten Veranstaltung war es, insbesondere den Bürgern der Seeanrainerkommunen den Sachstand und die geplanten Folgeschritte der Sanierung dieses Sees zu erläutern. In mehreren Gruppen wurden die Teilnehmer zu den insgesamt 4 Stationen des Baustellenrundgangs am neu entstehenden Vereinszentrum geführt. Gemeinsam mit dem Bürgermeister der Gemeinde Lohsa, Herrn Thomas Leberecht und dem Seeverantwortlichen, Herrn Jens Kieschnick, gab auch der Geschäftsführer des Zweckverbandes Lausitzer Seenland Sachsen, Herr Daniel Just, an der Station der Gemeinde Lohsa einen Einblick in den Masterplan Knappensee 2.0. Dieses Planwerk aus dem Jahr 2018 wurde federführend, jedoch in enger Abstimmung mit der Gemeinde Lohsa, durch den Zweckverband erstellt. Es enthält die Zielstellungen für die weitere touristische Entwicklung nach dem Ende der Sanierungen am Knappensee. Ursprünglich war das Konzept davon ausgegangen, dass der See im Jahr 2022 wieder nutzbar sein soll. Die Rutschung vom 11.03.2021 sorgt hier nun leider für weitere Verzögerungen. Nichtsdestotrotz sind die im Masterplan Knappensee 2.0 enthaltenen Ziele weiterhin aktuell.
Nähere Informationen zum Masterplan Knappensee 2.0 finden Sie hier.

Verabschiedung des Verbandsvorsitzenden

Der Verbandsvorsitzende des Zweckverbands Lausitzer Seenland Sachsen, Herr Michael Harig, wurde am 09.06.2022 auf der Vorstandssitzung des Tourismusverbands Lausitzer Seenland e.V. aufgrund seines baldigen Ruhestands feierlich verabschiedet.
Seit der Gründung des länderübergreifenden Tourismusverbands Lausitzer Seenland e.V. im Jahre 2012 war Herr Harig hier als Vorstandsmitglied tätig.

Auftakt Aktive Regionalentwicklung im Lausitzer Seenland

Ein Teil des Förderprogramms "Region gestalten - Aktive Regionalentwicklung" ist die Fortschreibung des "Regionalen Entwicklungs- und Handlungskonzept (REK)" zu einem Strategischen REK. Den Auftakt hierfür markierte die Befahrung im Lausitzer Seenland am 20.05.2022. Insgesamt folgten bei strahlendem Sonnenschein über 30 Teilnehmer der Einladung des Zweckverbands Lausitzer Seenland Sachsen.

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Einweihungsfeier Wasserwanderrastplatz

Am 26. April 2022 wurde am Wasserwanderrastplatz Geierswalder See die Einweihung des neuen Servicegebäudes und des Campingplatzes gefeiert. Es ist das mit Abstand größte Investitionsprojekt in der bisherigen Geschichte des Zweckverbandes Lausitzer Seenland Sachsen. Es war von der Beschlussfassung für die Beauftragung erster Planungsleistungen bis zum heutigen Tage ein weiter Weg. Ohne die großzügige Unterstützung durch Fördermittel aus dem §4-Budget wäre die Investition vom Zweckverband nicht zu stemmen gewesen.

Am 27. August 2020 feierten wir den  1. Spatenstich für den Neubau des Gebäudes. Circa 3 Monate später konnte bereits der Rohbau fertiggestellt werden. Am 12. August 2021 erfolgte bereits die Einweihung des Obergeschosses als gemeinsame Dienststelle der Wasserschutzpolizei Sachsen und Brandenburg.

Im Multifunktionsgebäude befinden sich Räumlichkeiten für den Campingplatzbetrieb und Hafenmeister. Die Anlage ist weitgehend barrierefrei für mobilitätseingeschränkte Menschen und Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen.

Zum Projekt gehört darüber hinaus die Herstellung des am Hafen befindlichen Landliegeplatzes für Boote. Auch dessen Nutzer und die an der Steganlage des Zweckverbandes anlegenden Wasserwanderer können künftig die Anlagen des Multifunktionsgebäudes nutzen.

Ankunft Harig Wasserwanderrastplatz

Ankunft des Landrats Michael Harig mit seinem eigenen Wohnmobil auf dem Campingplatz

Begruessung Landrat Harig Einweihungsfeier Wasserwanderrastplatz

Begrüßung durch Landrat Michael Harig.

Geschenkübergabe vom 1. Wassersportverein

Geschenkübergabe vom 1. Wassersportverein Lausitzer Seenland e.V.  an den Geschäftsführer des Zweckverbands Herrn Just.

Geschenkübergabe vom LeuchtTurm Hotel

Geschenkübergabe vom Hotel LeuchtTurm an den Geschäftsführer Herrn Just.

Band durchschneiden Einweihungsfeier Wasserwanderrastplatz

Feierlicher Banddurchschnitt durch (l.n.r.) Herrn Richter (LMBV), Herrn Harig (Landrat Bautzen), Herrn Koark (Bürgermeister Elsterheide) und Herrn Just (Geschäftsführer Zweckverband LSS)

Spaten des ersten Spatenstichs vom Wasserwanderrastplatz Geierswalder See

Spaten vom 1. Spatenstich am 27. August 2020

Besuch des Verbandsvorsitzenden Herr Michael Harig

Grund des Besuchs von Herrn Harig, als Verbandsvorsitzender des Zweckverbandes,  am 14.01.2022 war die Begrüßung unserer neuen Mitarbeiter, welche im Rahmen der Förderprogramme Stärkung der Transformationsdynamik und Aufbruch in den Revieren und an den Kohlekraftwerkstandorten (STARK) und Aktive Regionalentwicklung eingestellt wurden. Zudem konnte er sich einen Einblick in die neu geschaffenen Strukturen und Räumlichkeiten verschaffen.

Das Treffen fand in der Geschäftsstelle und der neu geschaffenen Außenstelle in Hoyerswerda statt.