Wirtschaftswege an Partwitzer und Geierswalder See werden instandgesetzt

LMBV: Wirtschaftswege an Partwitzer und Geierswalder See werden instandgesetzt

Verkehrseinschränkungen aufgrund von Instandsetzungsarbeiten

Die LMBV teilt mit: Zwischen dem 19. Februar 2024 und dem 30. April 2024 finden auf seebegleitenden Wirtschaftswegen am Geierswalder und Partwitzer See Arbeiten zur Reparatur und Erneuerung der Fahrbahndecken statt. Bereichsweise erfolgen zudem Arbeiten an den seitlichen Banketten sowie Lichtraumschnitte. Am Ostufer des Partwitzer Sees wird im Waldbereich zur Vermeidung von Wurzelhebungen beidseitig Wurzelschutzfolie eingebracht.

Am Geierswalder See sind folgende Abschnitte geplant:

  • Weg westlich „Seecamp Geierswalde“ und Schleichgraben (Reparaturarbeiten und Erneuerung Deckschicht komplett)
  • Weg zwischen Schiffsanleger Geierswalde und Windspitze (Reparaturarbeiten und Erneuerung Deckschicht komplett)

Am Partwitzer See sind folgende Abschnitte geplant:

  • Weg an der ehemaligen Kohlebahnausfahrt am Überleiter zum Neuwieser See (Reparaturarbeiten)
  • Weg von der Landesgrenze Brandenburg/Sachsen am Nordufer des Partwitzer Sees über Klein Partwitz bis zum Überleiter zum Neuwieser See (Reparaturarbeiten und Erneuerung Deckschicht komplett)
  • Weg vom Partwitzer Hof/S234 bis zum Hafen Klein Partwitz (Reparaturarbeiten)

In den genannten Wegabschnitten ist mit entsprechenden Verkehrseinschränkungen, in der Regel tageweisen Vollsperrungen zu rechnen.

Bild: LMBV/Steffen Rasche

05.12.2023 – Strategisches Regionalentwicklungskonzept beschlossen

05.12.2023 - Strategisches Regionalentwicklungskonzept beschlossen

Ein Kompass für unsere Region – Strategisches Regionalentwicklungskonzept für den sächsischen Teil des Lausitzer Seenlands beschlossen
Eine so tiefgreifende Veränderung wie die Transformation eines ehemaligen Braunkohlereviers zu einer attraktiven Tourismusdestination verlangt einen planenden Überblick. Seit Sommer letzten Jahres wurde in zahlreichen Abstimmungsrunden in den Mitgliedskommunen des Zweckverbands Lausitzer Seenland Sachsen (ZVLSS) zusammen mit der LMBV, dem Regionalen Planungsverband und anderen Beteiligten ein Strategisches Regionalentwicklungskonzept (sREK) für das Verbandsgebiet erarbeitet.
Dieses sREK und damit auch dessen beabsichtigte Umsetzung hat die Verbandsversammlung des Zweckverbands Lausitzer Seenland Sachsen am 05.12.2023 beschlossen. Im Rahmen einer freiwilligen Selbstverpflichtung nehmen die Verbandskommunen des Zweckverbandes und auch der Landkreis Bautzen das vorliegende sREK für die nächsten zehn Jahre als Leitlinie für ihre formellen und informellen Planungen an. Die Verbandsbürgermeister und auch der Landrat des Landkreises Bautzen haben dies am 05.12.2023 mit Ihrer Unterschrift nochmals bekräftigt.
Beim sREK handelt es sich nicht um ein Expertengutachten, sondern um das Ergebnis einer Bestandsaufnahme und einer intensiven kommunenübergreifenden Diskussion. Das Konzept gilt streng genommen nur für den sächsischen Teil des Lausitzer Seenlands. Ausdrücklich wird jedoch betont, dass die touristische Entwicklung nur länderübergreifend in Zusammenarbeit mit den Partnern in Brandenburg und dem länderübergreifenden Tourismusverband auf der Basis gleicher Qualitätsstandards Erfolg verspricht. Damit liegen nun erstmals inhaltlich und hinsichtlich des Zeithorizonts vergleichbare Dokumente für den brandenburgischen bzw. sächsischen Teil des Lausitzer Seenlands vor, was die Abstimmung erleichtert und Konflikte zu minimieren hilft.
Thematisch liegt der Schwerpunkt auf der land- und wasserseitigen Entwicklung der Seen unter Beachtung der geotechnischen Vorgaben. Die Verbandsversammlung unter dem Vorsitz von Landrat Udo Witschas unterstrich die Bedeutung des Konzepts als „wichtige Grundlage für die zukünftige Entwicklung der Gesamtregion.“ Die Umsetzung wird dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit des Lausitzer Seenlands als Ferienregion und die Lebensqualität der Menschen in der Region zu verbessern. Als Schlüsselprojekte sollen u.a. die Erschließung des Westufers des Scheibe-Sees mit Marinas und landseitigen Anlagen oder die Errichtung der Landmarke am Blunodamm sowie auch der öffentliche Fahrgastschiffanleger am Partwitzer See intensiv vorangetrieben werden.
Die Erstellung des sREK wurde ermöglicht durch Fördermittel, welche der Zweckverband als Modellregion beim Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Rahmen des Programms „Region gestalten – Aktive Regionalentwicklung“ akquirieren konnte. „Unser Dank gilt daher nicht zuletzt dem Bund, als Fördermittelgeber“, so Geschäftsführer Daniel Just.
Hier erhalten Sie weitere Informationen zum sREK sowie den Endbericht als Download.

Die Arbeiten am sREK wurden im Rahmen der Förderinitiative „Region gestalten – Aktive Regionalentwicklung“ unterstützt.

06.10.2023 – Eröffnungsfeier der Promenade am Geierswalder See

06.10.2023 - Einweihungsfeier der Promenade am Geierswalder See

Am 06.10.2023 erfolgte die feierliche Eröffnung der neuen Promenade an der Südböschung des Geierswalder Sees am Wasserwanderrastplatz. Ein rund 200 Meter langer bislang lediglich als unbefestigter Weg angelegter Abschnitt am Ufer wurde deutlich aufgewertet und mit einer neuen Beleuchtung ausgestattet. Der entstandene Bereich mit Sitzmöglichkeiten lädt nun Besucher zum Promenieren und Verweilen ein.
Zudem ermöglichen eine Freitreppe sowie eine barrierefreie Rampe einen attraktiven und bequemen Zugang vom derzeit noch in Bau befindlichen Vorplatz am Leuchtturm-Hotel hinab zum Geierswalder See. Zum Projekt gehören außerdem Beladungsstege für die Slipanlage und das Hafenbecken, eine elektronische Schranke sowie ein Bootskran mit einer Traglast bis 10 Tonnen. Im Hafen wurde außerdem ein Liegeplatz für das Segelschul- und Traditionsschiff MSY-SeaBreeze geschaffen.
Das aus Mitteln aus dem Verwaltungsabkommen VI für die Braunkohlesanierung sowie Eigenanteilen der Gemeinde Elsterheide und des Zweckverbandes Lausitzer Seenland Sachsen finanzierte Vorhaben wurde von der LMBV als Projektträger begleitet. Folgenutzungsträger der Anlagen sind die Gemeinde Elsterheide und der Zweckverband Lausitzer Seenland Sachsen.

 

Galerie

Kilometrierungssystem – Mehr Informationen aber auch ein höheres Maß an Sicherheit an den Lausitzer Seen

Kilometrierungssystem - Übergabe der Koordinaten an die Integrierte Regionalleitstelle Ostsachsen

Der Zweckverband Lausitzer Seenland Sachsen (ZV LSS) übergibt neue Koordinaten seines Kilometrierungssystems an die Integrierte Regionalleitstelle Ostsachsen.
Das seit dem Jahr 2014 bestehende Kilometrierungssystem im sächsischen Teil des Lausitzer Seenlandes, welches an insgesamt acht Seen in Sachsen und Brandenburg für eine bessere Orientierung sorgt, wurde zuletzt im Jahr 2022 mit neuen Kilometrierungsplaketten ausgestattet. In den zurückliegenden Monaten wurden nun auch die Abstände der bisherigen Pfosten durch die Mitarbeiter des ZV LSS an 6 sächsischen Seen verdichtet. Diese stehen nunmehr nur noch 500 m voneinander entfernt.
Daniel Just, Geschäftsführer des ZV LSS, überreichte am 14.07.2023 die Koordinaten der neuen Pfostenstandorte des Kilometrierungssystems an Stefan Schumann, Leiter der Integrierten Regionalleitstelle Ostsachsen.
Mit der Übergabe der Kilometrierungsdaten stehen diese auch den professionellen Rettern als zusätzliches Hilfsmittel zur schnellen Lokalisierung eines Gefahrenortes und zur Einleitung von Hilfsmaßnahmen zur Verfügung.
„Die Integrierte Regionalleitstelle Ostsachsen bearbeitet täglich 500 Einsätze in den Landkreisen Bautzen und Görlitz. In der Besonderheit des Lausitzer Seenlandes ist es enorm wichtig, dass Notfallorte mit Rettungspunkten, wie normale Adressen vor Ort, in der Leitstelle und bei allen Rettungskräften einheitlich bekannt sind.“ sagt Stefan Schumann.
„Die Gäste im Lausitzer Seenland sind dankbar für die touristischen Informationen, die unser nun optimiertes System bietet. Mit der Verdichtung von 1.000 m auf 500 m und ergänzenden Angaben auf den Pfosten sind wir auch Gästewünschen nachgekommen. Darüber hinaus setzen wir damit ein großes Zeichen für mehr Sicherheit auf den Seerundwegen im Lausitzer Seenland. Wir tun dies im Wissen darüber, dass der Faktor Sicherheit am Urlaubsort immer öfter in die Buchungsentscheidung von Gästen einfließt.“, ergänzt Daniel Just.
Weitere Informationen zum Kilometrierungssystem sind unter diesem Link abrufbar.

Ministerin Barbara Klepsch besucht Wasserwanderrastplatz Geierswalde

Ministerin Barbara Klepsch besucht Wasserwanderrastplatz Geierswalde

Die sächsische Staatsministerin Barbara Klepsch besuchte in Rahmen ihrer Sommertour am 13.07.2023 auch den Wasserwanderrastplatz des Zweckverbandes am Geierswalder See.
Hier standen ihr neben dem Hafenmeister auch der stellvertretende Verbandsvorsitzende, Herr Bürgermeister Dietmar Koark, sowie der Verbandsgeschäftsführer, Herr Daniel Just, als Gesprächspartner zur Verfügung.

Galerie

Spendenaktion für die Reederei M. Löwa

Spendenaktion für die Reederei M. Löwa

Brand auf dem Fahrgastschiff "Aqua Phönix"

Die länderübergreifende Fahrgastschifffahrt war seit dem Jahr 2016 durch das Fahrgastschiff "Aqua Phönix" möglich. Tausende Gäste konnten bislang die Schönheit des Senftenberger Sees, des Geierswalder Sees und mit dem Koschener Kanal auch ein absolutes architektonisches Highlight vom Wasser aus genießen.
Leider ist das Fahrgastschiff am 15.06.2023 durch einen Brand stark beschädigt worden. Ob und wie es mit der länderübergreifenden Fahrgastschifffahrt weitergehen kann, ist derzeit in Klärung.
Im Rahmen einer privaten Initiative wurde eine Spendenaktion für die Reederin des Schiffes gestartet.
Sollten auch Sie diese Aktion unterstützten wollen, finden Sie diese unter nachfolgendem Link.
Der Zweckverband Lausitzer Seenland Sachsen wünscht der Reederin viel Kraft bei der Bewältigung der aktuellen Situation. Gleichzeitig hoffen wir darauf, dass ihr die Gäste die Treue halten und auf eine der zahlreichen Rundtouren auf dem Senftenberger See ausweichen. Hier betreibt die Reederin mit der "St. Barbara" noch ein weiteres Fahrgastschiff.

Neuer Vorstandsvorsitzender des Tourismusverbandes

NEUER Vorstandsvorsitzender DES TOURISMUSVERBANDES LAUSITZER SEENLAND SACHSEN e.V.

Die Wahl am 10.05.2023 (Herr Udo Witschas B. l., Herr Hendryk Balko B. r.)

In der Mitgliederversammlung des Tourismusverbandes Lausitzer Seenland Sachsen e.V. vom 10.05.2023 wurde der Vorstandsvorsitzende neu gewählt. Im Rahmen der Wahl wurde Herr Udo Witschas in dieses Amt berufen. Er ist hier in seiner Funktion als Verbandsvorsitzender des Zweckverbandes Lausitzer Seenland Sachsen tätig.
In einer weiteren Wahlhandlung in gleicher Sitzung wurde der Bürgermeister der Gemeinde Boxberg/O.L., Herr Hendryk Balko, neu als Vorstandsmitglied bestätigt.
Beide werden nun gemeinsam mit ihren Vorstandskollegen dran mitarbeiten, die positive Entwicklung im Lausitzer Seenland fortzuführen.

 

Der Zweckverband Lausitzer Seenland Sachsen

Pressemitteilung vom 28.03.2023 – Koschendamm

Pressemitteilung vom 28.03.2023

des Zweckverbands Lausitzer Seenland Sachsen

Touristisches Ressort auf dem Koschendamm - Start der europaweiten Ausschreibung für eine Fläche von 19 ha
Die Verbandsversammlung des Zweckverbands Lausitzer Seenland Sachsen (ZV LSS) hat in ihrer Sitzung am 21.03.2023 den Beschluss gefasst, verbandseigene Grundstücke auf dem Koschendamm für die Entwicklung eines Ferienresorts auszuschreiben.
Es handelt sich dabei um die in der nachfolgenden Karte markierten Flächen auf dem südlichen Koschendamm in einem Umfang von ca. 19,2 Hektar mit der Option für eine Erweiterung in nördlicher Richtung zu einem späteren Zeitpunkt. Momentan gibt es sachsenweit keinen vergleichbaren Standort, der touristischen Investoren diese Möglichkeiten eröffnet.

 

Wesentliche Bestandteile der Ausschreibung sind:
  1. Verkauf der Flächen an einen Investor – Ziel: Touristische Großinvestition - Ressort
  2. Schaffen der planungsrechtlichen Voraussetzungen und Herstellen der Erschließung (Vorhaben- und Erschließungsplan) durch den Investor
  3. Bau des touristischen Resorts durch den Investor
  4. Betreibung der Anlage durch den Investor oder ein erfahrenes Tourismusunternehmen
  5. Beteiligung des ZV LSS an der Betreibung im Rahmen einer Öffentlich-Privaten Partnerschaft (ÖPP)
Mit der Veräußerung der Flächen erstrebt der ZV LSS die Verwertung verbandseigener Grundstücke entsprechend seiner Satzungsziele, wie der Förderung eines ganzheitlichen regionalen Entwicklungsprozesses durch eine abgestimmte wirtschaftliche und touristische Entwicklung. Mit der Errichtung eines touristischen Ressorts sollen die Übernachtungskapazitäten im Lausitzer Seenland ausgebaut und die Angebotsvielfalt erhöht werden. Im Ergebnis soll die Destination „Lausitzer Seenland“ insbesondere im sächsischen Teil einen Entwicklungsschub erfahren, der vielfältige Perspektiven im Rahmen eines nachhaltigen Strukturwandels eröffnet.
Die europaweite Ausschreibung erfolgt in Form eines Verhandlungsverfahrens mit Teilnahmewettbewerb nach § 17 der Vergabeverordnung (VgV). Es handelt sich hierbei um ein 2-stufiges Verfahren aus einem Teilnahmewettbewerb (1. Stufe) und dem Verhandlungsverfahren (2. Stufe).
Zugang zum Vergabeverfahren auf eVergabe.de und Abruf der Vergabeunterlagen:
https://www.evergabe.de/ausschreibung/veraeuszerung-und-bewirtschaftung-von-flaechen-auf-dem-koschendamm-in-der-gemeinde-elsterheide-02979-elsterheide-5748108
Die Ausschreibung wurde zudem auf service.bund.de veröffentlicht:
https://www.service.bund.de/IMPORTE/Ausschreibungen/evergabede/2023/03/5954007.html
Die europaweite Bekanntmachung über TED (Tenders Electronic Daily), der elektronischen Ausgabe des EU-Amtsblattes folgt in Kürze. Link zum Portal:
https://ted.europa.eu/TED/search/search.do
Die Frist für die Einreichung der elektronischen Teilnahmeanträge über die Vergabeplattform evergabe.de endet am
03.05.2023, 13 Uhr
Bei der Erstellung der Vergabeunterlagen wurde der ZV LSS durch die Auftragsberatungsstelle Sachsen e. V. (ABSt) unterstützt. Die ABSt begleitet den ZV LSS zudem im weiteren Verlauf des Vergabeverfahrens. Der ZVLSS dankt der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH, dem Tourismusreferat des Sächsischen Ministeriums für Wissenschaft, Kultur und Tourismus sowie allen in das Projekt involvierten Partnern für die bisherige Unterstützung.

 

Zweckverband Lausitzer Seenland Sachsen
Geschäftsstelle
Friedrichsstraße 12
02977 Hoyerswerda
Tel. 03571 – 6054302
zvsachsen@zweckverband-lss.de
https://www.zweckverband-lss.de

 


 

Potentialfläche Koschendamm
"Das Resort zwischen den Seen - Eine einzigartige Investitionschance im Lausitzer Seenland"
Gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH hat der Zweckverband Lausitzer Seenland Sachsen eine Videoproduktion zu den Potenzialen am Koschendamm erarbeitet. Im folgendem Imagefilm wird der Koschendamm als zentraler Schwerpunkt der touristischen Entwicklung im Lausitzer Seenland vorgestellt.

Pressemitteilung vom 22.11.2022 – Sanierungshorizonte

Pressemitteilung vom 22.11.2022

Im Auftrag des Verbandsvorsitzenden des ZV LSS, Udo Witschas

Sanierungshorizonte der LMBV  im sächsischen Teil des Lausitzer Seenlandes sind zu überdenken!

In der Verbandsversammlung des Zweckverbandes Lausitzer Seenland Sachsen (ZVLSS) am 22.11.2022 berichtete die LMBV mbH im Kreis der Verbandsräte zu ihren Planungen bzgl. der Sanierungshorizonte im Sächsischen Teil des Lausitzer Seenlandes. Dabei wurde u.a. deutlich, dass der  Neuwieser See, der Blunoer Südsee und der Sabrodter See voraussichtlich erst in den 2030er Jahren touristisch nachgenutzt werden können. Im Bereich des Spreetaler Sees wird es voraussichtlich erst Ende der 2030er Jahre überhaupt losgehen mit der Sanierungstätigkeit. Die LMBV führte diesbezüglich neben finanziellen Erfordernissen u.a. auch Kapazitätsgründe und auch personelle Engpässe u.a. bei Gutachtern und Planungsbüros ins Feld. Die sächsische Seite des Lausitzer Seenlandes würde damit erheblich in Ihrer Entwicklung zurückgeworfen.
Herr Udo Witschas, Verbandsvorsitzender des ZVLSS und Landrat des Landkreises Bautzen meint dazu: „Die Ausführungen der LMBV mbH haben wir zur Kenntnis genommen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass wir die erläuterte Herangehensweise so akzeptieren und tolerieren werden.“
Dies würde in weiten Teilen des Zweckverbandsgebietes Stillstand mit sich bringen. Zudem besteht dadurch im Vergleich mit den Seen in Brandenburg die Gefahr, dass der sächsische Teil des Lausitzer Seenlandes erheblich von der touristischen Entwicklung abgekoppelt wird. Gemeinsam mit den Bürgermeistern des ZVLSS möchte er sich daher kurzfristig hinsichtlich einer Strategie abstimmen, wie genau dies wirksam verhindert werden kann. Zunächst soll primär ausgelotet werden, wie der Bund als Gesellschafter der LMBV mbH dazu bewegt werden kann, die Entwicklung im sächsischen Teil des Lausitzer Seenlandes mit gleicher Energie voranzutreiben, wie in Brandenburg. Darüber hinaus sieht Herr Witschas auch den Freistaat Sachsen in der Pflicht, endlich die seitens der Region erbetene Erhöhung der §4-Mittel zu prüfen und möglichst kurzfristig zu bestätigen. Auch muss dieses Förderinstrument entgegen der bisherigen Absicht des Freistaates Sachsen vor dem Hintergrund der eklatanten Verschiebung der Sanierungszeiträume dauerhaft und damit über das aktuelle Verwaltungsabkommen hinaus, also nach 2027, bestehen bleiben. Der Sächsischen Staatskanzlei liegen diesbezüglich seit Anfang Juni 2022 entsprechende Vorschläge der Akteure aus den Landkreisen Bautzen und Görlitz vor. Ein diesbezüglich avisierter Termin beim sächsischen Ministerpräsidenten konnte bis dato noch nicht stattfinden.
„Die Verbandsmitglieder des ZVLSS werden sich weiterhin vereint für die Fortsetzung der positiven Entwicklung im Verbandsgebiet einsetzen. Dazu zählt auch, dass man über das heute Gehörte nochmals mit den zuständigen Stellen sprechen und mit diesen zwingend bessere Lösungen erreichen muss.“, so Udo Witschas.

Regionalkonferenz 2022 – Aktive Regionalentwicklung

15. Regionalkonferenz Lausitzer Seenland in der Energiefabrik Knappenrode

Die alljährliche Regionalkonferenz hat sich als die zentrale Veranstaltung zur Information und Vernetzung der Akteure im Lausitzer Seenland und wichtige länderübergreifende Informationsquelle für Behörden und parlamentarische Vertreter etabliert. Am 9. November 2022 war turnusmäßig der Zweckverband Lausitzer Seenland Sachsen Gastgeber für etwa 70 Teilnehmer im historischen Ambiente der Energiefabrik Knappenrode.

Am Vormittag berichteten die beiden im Lausitzer Seenland aktiven Zweckverbände aus Brandenburg und Sachsen, die LMBV mbH sowie der länderübergreifende Tourismusverband Lausitzer Seenland e.V. über die jeweiligen laufenden Aktivitäten. Zahlreiche wichtige Projekte konnten im zurückliegenden Jahr abgeschlossen werden– so ging z.B. der Wasserwanderwanderrastplatz am Geierswalder See in Betrieb und die wassertouristische Basisinfrastruktur in der Sedlitzer Bucht wurde im Hinblick auf die avisierte Nutzbarkeit des Sedlitzer Sees umfänglich ertüchtigt. Im Vergleich zum gesamtdeutschen Tourismus ist die Destination Lausitzer Seenland gut durch die schwierigen Jahre 2020 und 2021 gekommen. Ein Strategiewechsel hat bei den Sanierungszielen der LMBV stattgefunden, die sich nun darauf konzentriert, den Kernbereich Sedlitzer See, Partwitzer See und Geierswalder See vorrangig zu sanieren und in die touristische Nutzung zu überführen.

Der Nachmittag war der Förderinitiative „Region gestalten - Aktive Regionalentwicklung“ gewidmet, in deren Rahmen bis Mitte 2024 neue Ansätze der regionalen Entwicklung in der Praxis erprobt und wissenschaftlich begleitet werden. Das Gebiet des Zweckverbandes Lausitzer Seenland Sachsen ist dabei eine von nur 16 Modellregionen deutschlandweit. Das Hauptthema ist die grenzübergreifende Zusammenarbeit, die durch ein strategisches Regionales Entwicklungskonzept und eine Studie zur Reduzierung der Planungsrisiken an und auf den Seen wissenschaftlich fundierte Leitlinie erhalten soll.

Als Fazit bleibt festzuhalten, dass im Seenland viel erreicht wurde, aber in einem von erheblicher Unsicherheit geprägten Umfeld weiterhin große Anstrengungen erforderlich sind, um die Transformation getreu dem Motto „Vom Bergmann zum Seemann“ zu erreichen. Mit dem entsprechenden externen Know-how und einer intensiven Zusammenarbeit über die Ländergrenze hinweg sind die Akteure in der Region aber gut aufgestellt, dieser Aufgabe gerecht zu werden. Das haben sie bereits in den letzten Jahren unter Beweis gestellt. Hierfür sind jedoch weiterhin auskömmliche Fördermittel für die Umsetzung der anstehenden Projekte erforderlich. Insbesondere der Paragraf 4 aus dem Verwaltungsabkommen zwischen dem Bund und den Ländern spielt hierbei eine entscheidende Rolle.

Unterstützt wurde die 15. Regionalkonferenz wieder durch die Ostsächsische Sparkasse Dresden, die damit u.a. für die kulinarische Versorgung der Gäste sorgte.