Kunst am Barbara-Kanal

Ein weiteres künstlerisches Upcycling für das Lausitzer Seenland

In Zusammenarbeit zwischen dem Léon-Foucault-Gymnasium Hoyerswerda und dem Zweckverband Lausitzer Seenland Sachsen entsteht derzeit ein weiteres besonderes Projekt, das Kunst und Nachhaltigkeit auf kreative Weise miteinander verbinden soll.
Im Rahmen des Vorbereitungskurses für den Leistungskurs Kunst gestalten fünfzehn Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse des Léon-Foucault-Gymnasiums in Unterstützung ihres Kunstlehrers und Kursleiters Herrn Tonn aus alten Radwegschildern ein kreatives Kunstwerk.
Das neue Kunstwerk besteht aus zwölf Paaren von Bild- und Texttafeln, die sich thematisch am Begriff "Heimat" und daran, wie diese von den Jugendlichen erlebt wird, orientieren. Im Mittelpunkt stehen Motive wie die sorbische Tracht, die neugeschaffenen Seen oder der Bergbau.
Das Projekt soll nicht nur ein kreatives Zeichen im Lausitzer Seenland setzen, sondern auch auf Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung aufmerksam machen. Die Wiederverwertung der ausgedienten Aluminiumtafeln ist Upcycling im besten Sinn und es entsteht Kunst mit Bedeutung und Charakter. Die Installation ersetzt die in die Jahre gekommenen Skulpturen am Rondell in der Nähe der Schutzhütte am Barbara-Kanal auf dem Koschendamm. Damit wird das Umfeld optisch aufgewertet und um eine besondere Attraktivität ergänzt, die zum Verweilen und Entdecken einlädt.

Kunst am Barbara-Kanal erleben

Zwölf Stelen, die in einem Rondell am Barbara-Kanal angeordnet sind, symbolisieren den Transferprozess sowie die verbindenden Elemente in unserer Heimat und Region.
Schüler der 10. Klasse des Vorkurses Leistungskurs Kunst des Léon-Foucault-Gymnasiums Hoyerswerda setzten sich im Mai 2026 intensiv mit bildhaften Umsetzungen zu diesem Thema auseinander, die sie mit eigenen kurz verfassten lyrischen Texten unterlegten.
Auf diesem Rundweg bewegen wir uns auf einem Pfad mit markanten Gesichtspunkten unserer Geschichte. Auf einem Weg, den diese Region genommen hat: Sorbisches Brauchtum, Kohleabbau und die neu entstehende einzigartige Seenlandschaft sind das Ergebnis dieser Auseinandersetzung.
Die Texte geben die persönlichen Gedanken der jungen Künstler preis und reichen von kleinen Gedichten über Bibelpsalme bis hin zur Auseinandersetzung mit der Heiligen Barbara, der Schutzpatronin der Bergleute. Nach dieser ist die seit dem Jahr 2019 schiffbare Verbindung zwischen dem Geierswalder See und dem Partwitzer See, der Barbara-Kanal, benannt. Auch hier zeigt sich die Verbindung von Neuem mit Altem. Der Kanal befindet sich in unmittelbarer Nähe der Kunstinstallation.
Die Grundlage für die geschaffenen Kunstwerke bilden Schilder des Radwegeleitsystems des Zweckverbandes Lausitzer Seenland Sachsen. Aufgrund einer Überarbeitung dieses touristisch wichtigen Orientierungssystems stand eine größere Zahl an demontierten Schildern zur Verfügung. Diese erfuhren durch die Arbeit der Schülerinnen und Schüler ein hochwertiges Upcycling. Das Kunstprojekt schafft somit auch Möglichkeiten einer attraktiven Wiederverwertung solcher Materialien.
Die Kunstinstallation wurde im Rahmen des 30-jährigen Bestehens des Zweckverbandes Lausitzer Seenland Sachsen am 01. Juli 2026 feierlich eingeweiht.
Das durch die Mitarbeiter des Zweckverbandes im Rondell verankerte Kunstwerk steht sinnbildlich auch für die starken Verbindungen, welche die Verbandsmitglieder miteinander pflegen. Nur gemeinsam kann es gelingen, die Herausforderungen bei der Entwicklung der größten von Menschenhand geschaffenen Wasserlandschaft in Europa hin zu einer neuen Urlaubsregion zu meistern.