Zur diesjährigen Regionalkonferenz mit dem Thema „Blick nach vorn“ lud der Zweckverband Lausitzer Seenland Sachsen die Vertreter aus den brandenburgischen und sächsischen Ministerien, Behörden und Kommunalverwaltungen ein. Über 100 interessierte Teilnehmer konnten zur Veranstaltung begrüßt werden. Dieser große Zuspruch zeigt, dass das Interesse an der weiteren Entwicklung des Lausitzer Seenlandes enorm ist und die Arbeit der beiden Zweckverbände und des länderübergreifenden Tourismusverbandes anerkannt wird.

Die alljährliche stattfindende Regionalkonferenz dient dem Rückblick und dem Ausblick zu den Entwicklungen im Lausitzer Seenland. Die Zweckverbände Lausitzer Seenland Brandenburg und Lausitzer Seenland Sachsen, der länderübergreifende Tourismusverband Lausitzer Seenland e.V. und die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH stellten die aktuellen Arbeitsstände vor und gaben einen Ausblick, welche Projekte und Aufgaben in den nächsten Jahren umzusetzen sind.

Eine wichtige und auch zeitintensive Aufgabe des Zweckverbandes Lausitzer Seenland Sachsen war im vergangenen Jahr die Fortschreibung des Regionalen Entwicklungs- und Handlungskonzeptes des Lausitzer Seenlands aus dem Jahr 2003. Die damals definierten Ziele und Schlüsselprojekte wurden auf den Prüfstand gestellt und an die Entwicklungen der letzten Jahre angepasst. Hierzu stellte Andreas Worbs die Ergebnisse des abgestimmten Regionalen Entwicklungs- und Handlungskonzeptes Lausitzer Seenland vor.

Getreu dem Thema „Blick nach vorn!“ erläuterte Kirstin Zinke, Museumsleiterin der Energiefabrik Knappenrode, den anstehenden Umbauprozess der Energiefabrik. Die Energiefabrik Knappenrode in Trägerschaft des Landkreises Bautzen hat sich die verstärkte touristische Ausrichtung und Etablierung des Standortes im Lausitzer Seenland zum Ziel gesetzt. Das Umbaukonzept sieht eine Verkleinerung des Gesamtareals mit einer strengen Konzentration der musealen Nutzung vor.
Barbara Nitsche von der IHK Potsdam berichtete über die Ergebnisse der Studie wirtschaftliche Effekte im Wassertourismus in Berlin und Brandenburg. Ziel dieser bundesweit bislang einmaligen Studie war es, erstmals belastbare Daten zu den wirtschaftlichen Effekten der Branche zu erhalten sowie die Darstellung der volkswirtschaftlichen Bedeutung des Wassertourismus für Berlin und Brandenburg. Ihr Fazit war „Wassertourismusentwicklung in Berlin und Brandenburg ist eine
Erfolgsgeschichte, die es gilt weiter fortzuschreiben. Die Branche hat einen hohen wirtschaftlichen Stellenwert. Der Erhalt und weitere Erschließung der ökonomischen Potenziale muss eine zentrale tourismuspolitische Zielsetzung für Brandenburg und Berlin sein. Bund und Länder sind gefordert, die gewässerseitigen Potenziale unbedingt zu erhalten!“

Abschließend wurde feststellt, dass die diesjährige Regionalkonferenz ein großer Erfolg war.

Noch vor 25 Jahren konnte sich so mancher nicht vorstellen, dass aus einer zerschundenen Landschaft nach der Kohle das Lausitzer Seenland mit seiner Vielzahl an Nutzungsmöglichkeiten entstehen kann.

Heute sind viele der damals visionären Ideen bereits umgesetzt.

Der Blick der Akteure im Lausitzer Seenland bleibt dennoch nach vorn gerichtet.